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Prof. em. Dr.-Ing. Claus Marx

Curriclum vitae von Professor Claus Marx


Prof. Marx wurde 1931 in Celle geboren. Abitur 1951. An der TH Hannover hat er Maschinenbau und im Nebenfach Tiefbohrkunde und Erdölgewinnung studiert. Diplom 1956.
Von 1956 bis 1975 hat Prof. Marx in der Erdöl- Erdgasindustrie als Testingenieur gearbeitet (Fa. Schlumberger), als Lagerstätteningenieur (Wintershall AG) und als Techn. Leiter der Fa. Christensen (heute Baker Hughes Inteq) gearbeitet.
Seit 1963 hat Prof. Marx mehrere Veröffentlichungen auf den Gebieten der Lagerstättentechnik, Messen und Test im Bohrloch, Herrichten von Bohrungen für die Produktion (Komplettierung), der Tief- und Flachbohrtechnik hervorgebracht und auf Tagungen vorgetragen.
Auf Anregung von Prof. Hubert Becker, dem Direktor des Institutes für Tiefbohrkunde und Erdölgewinnung an der TU Clausthal, hat Prof. Marx eine Dissertation über Grundlagen der Gesteinszustörung angefertigt und wurde 1973 zum Dr.-Ing. promoviert.


Lehre:


1975 wurde er als Nachfolger von Prof. Becker als Professor und Direktor des Institutes berufen. Seine Lehrgebiete umfassten Tiefbohrtechnik, Flachbohrtechnik, Erdöl- und Erdgasgewinnung sowie Lagerstättentechnik (ab 1980 wurde die Abteilung von Prof. Dr. mont. G. Pusch übernommen). Ebenfalls 1980 wurde von Prof. Marx das Fachgebiet „Erdgasferntransport und Verteilung“ in den Lehrplan des Institutes aufgenommen. Wegen der praxisbetonten Ausbildung des Institutes konnten namhafte Fachleute aus der Industrie für Lehraufträge gewonnen werden.

Forschung:


Aufgrund der rasant gestiegenen Ölpreise in den Jahren 1973 und 1979 wurden zahlreiche Forschungsvorhaben an das Institut vergeben. Erhebliche Investitionen und die Erweiterung des Institutes durch zwei zusätzliche Versuchshallen konnten über die Forschungsmittel vorgenommen werden. Von internationaler Bedeutung war der Aufbau und Ausbau von Großgeräten für die Prüfung und Untersuchung von Ölfeldrohren und deren Gewindeverbindern. Dieser Bereich arbeitet bis heuten eigenständig unter der Leitung eines Oberingenieurs. Für die internationalen Rohrhersteller werden neue Entwicklungen von Ölfeldrohren nach ISO und API zertifiziert. Weitere Forschungsschwerpunkte waren Entwicklung und Bau von neuartigen Kernbohrsystemen und ihre Erprobung unter bohrlochähnlichen Bedingungen. Ein dritter Schwerpunkt galt dem Bau von Spezialautoklaven für extreme Belastungen.
Auf Initiative von Prof. Marx wurde 1979 die ITE-Engineering GmbH ins Leben gerufen und 1980 die Anton Raky Gesellschaft e.V. Beide gemeinnützigen Einrichtungen wurden zur Unterstützung von Instituten der TU Clausthal gegründet. In beiden Unternehmen ist Prof. Marx auch nach seiner Emeritierung ehrenamtlich tätig.


Ehrungen und Auszeichnungen:


Prof. Marx wurde als Mitglied in die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft gewählt und als Gründungsmitglied in die Niedersächsische Akademie für Geowissenschaften berufen.
Die DGMK Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle verlieh Prof. Marx ihre höchste Auszeichnung, die Carl Engler Medaille.
Prof. Marx ist Ehrendoktor der Universitäten AGH Krakau, Polen und der Eröl-Ergasuniversität Ploiesti, Rumänien, beides Partneruniversitäten der TU Clausthal.


Akademische Ehrenämter:


Prof. Marx war in der akademischen Selbstverwaltung als Dekan des Fachbereiches für Bergbau und Rohstoffe, als Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und als Rektor (1993 - 1994) tätig.
1999 wurde Prof. Marx emeritiert. Er hielt aber seine Vorlesungen weiterhin, bis 2001 Prof. Dr. mont. Peter Reichetseder die Nachfolge antrat.
Die Vorlesungen zur Tiefbohrtechnik wurden bis 2003 weiter von Prof. Marx gehalten.


Seit 2010 lebt Prof. Marx in Owingen am Bodensee.

 

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